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Kleines Lexikon esoterischer Irrtümer

Vorwort

Cover des Lexikons
Cover in hoher
Auflösung (PNG)

Kann man über Irrtümer der Esoterik schreiben, ohne sich gleich gegen eine ihrer Wahrheiten zu versündigen, indem sich nämlich das Wesentliche doch nicht sagen lässt? Ja, man kann. Denn vor dem Eintritt in das himmlische Schweigen kommt noch eine Menge Erwähnenswertes.

Hintergrund meines Hochmutes, über einen solch delikaten Bereich zu schreiben, sind 23 Jahre Redaktion einer Zeitschrift, die die esoterische Szene Monat für Monat beobachtet und beschreibt. Diese 23 Jahre sind auch Jahre der Übersättigung mit spirituellen Phrasen und Halbwahrheiten, mit Unverdautem und Missverstandenem. Der typische Esoteriker ist nett, mitfühlend, optimistisch, neugierig und aufgeschlossen, aber leider auch sehr leichtgläubig. Vertrauen, Herzlichkeit und Hingabe werden in dieser Szene so hoch gehandelt, dass sie oft in Leichtsinn und Blauäugigkeit kippen. Währenddessen werden Intellekt und Unterscheidungsvermögen diskreditiert, so dass Phrasendrescher und somit die Verkäufer des Halbwahren bei ihren Anhängern allzu oft ein sehr leichtes Spiel haben.

Hier will dieses kleine Lexikon eingreifen und einige der typischen Irrtümer der Szene klarstellen – mit einer Prise Humor – denn ohne den ist das Leben bekanntlich nicht zu ertragen – und die Esoterik schon gar nicht.

Die hier aufgeführten knapp 300 Begriffe hätten leicht noch um weitere paar hundert ergänzt werden können. Irrtümer gibt es genug. Doch ich wollte hier nur die gängigsten und typischsten aufführen – und die, die mir am meisten auf die Nerven gehen. Denn als Redakteur eines in dieser Szene angesiedelten Magazins steht man sozusagen »knietief« im Jargon. Aufgrund der Überdosierung des Stoffs kann das zu allergischen Reaktionen führen, während andere diese vermeintlichen »Irrtümer« als harmlos oder sogar als heilsam empfinden.

Ich möchte mit meinem Büchlein für eine aufgeklärte Mystik plädieren, für eine unverstellte, unvoreingenommene Erfahrung der Wirklichkeit. Und dafür braucht es keine religiösen Dogmen, aber auch keine esoterischen Phrasen … Aufrichtigkeit, Offenheit, Neugier und eine gesunde Portion Skepsis sind auf dem spirituellen Weg viel wichtiger als jedes esoterische Wissen. Das meiste von dem, was einem Wahrheitssucher auf seinem Weg begegnet, erweist sich früher oder später doch als Ballast. Aber das weiß man bei Antritt der Reise in der Regel noch nicht. Auch in diesem Punkt will mein kleines Lexikon helfen. Eigene Erfahrungen kann es nicht ersetzen, aber es kann vielleicht den einen oder anderen Umweg abkürzen.

Von Astrologie bis Zen, ist da schon alles dabei? Natürlich nicht. Erstens beginnt das Buch mit »Aberglaube«, Astrologie ist erst der fünfzehnte Begriff. Die Zahl fünfzehn aber … nein, lassen wir das. Wenn Sie das Buch gelesen haben, glauben Sie mir meine Erklärung sowieso nicht mehr.

Und warum ich mit 2012 ende und nicht mit Zen, das liegt daran, dass 2012 nicht nur das Ende dieses Buches, sondern auch das Ende unserer bisherigen Wahrnehmung von Zeit markiert, richtig? Nein? Dann kommen wir doch lieber erst einmal zum Ende dieses Vorworts …

Wolf Schneider

Hier ein paar Beispiele aus den ungefähr 300 im Lexikon erklärten
Begriffen. Zur Veröffentlichung freigegeben. Wir bitten bei
Printmedien um ein Belegexemplar, bei den anderen Medien (Radio/TV)
um einen Vorab-Hinweis auf die Sendung und im Falle des Internets um die URL.

Photo Wolf Schneider
Photo in hoher Auflösung
Photo: Aniela Adams

Belegexemplare bitte an:

Gütersloher Verlagshaus
Karin Rohde
Carl-Miehle-Str. 214
D-33311 Gütersloh
karin.rohde@gtvh.de

und

Wolf Schneider
Hauptstr. 5
D-84494 Niedertaufkirchen
schneider@connection.de

Beispieltexte

Autor: admin; 28. Juli 2009; Schlagwörter: Bücher. Kommentare zu diesem Eintrag: RSS 2.0 Feed.