Biografie
Aktuell: Das »Kleine Lexikon esoterischer Irrtümer«
- Wolf Schneider, Jg. 1952
- Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie in München (1971-75).
- Ausgedehnte Reisen in Europa und Südasien.
- 1976 buddhistischer Mönch.
- 1977 Sannyas in Poone, Indien.
- 1985 Gründung des Connection Verlages in München, Hrsg. der Zeitschrift connection bis heute.
- Leitet Seminare seit 1980,
- Schreibkurse seit 1992.
- 2005 Gründung der »Schule der Kommunikation« in Niedertaufkirchen, Oberbayern, dem Sitz des Connection-Verlages. Dort Jahrestrainings in Kommunikation, Kreativität und Inszenierung, die zum akademischen Grad des F.A. (Fool of Arts) führt.
- 2007 Gründung der Theatergruppe »Zauberkraft der Sprache«.
- Mein Motto ist die tägliche Frage nach mir selbst: Wer bin ich?
Verstanden als Reality Check: Für wen halte ich mich denn heute
wieder …
Vita und Projekt
Wolf Schneider wurde 1952 in Tübingen geboren und wuchs im Umfeld der Max-Planck-Institute Seewiesen auf, geprägt durch seinen Vater, der in der biologischen Grundlagenforschung tätig war. Nach einem Abitur
mit Bestnote studierte er in München vier Jahre lang Naturwissenschaften und Philosophie (u.a. bei Wolfgang Stegmüller und Carl-Friedrich von Weizsäcker). Die Suche nach dem Sinn des Lebens trieb ihn jedoch unwiderstehlich aus den heimatlichen Gefilden hinaus, und so begab er sich ohne Universitätsabschluss auf Weltreise. Die führte ihn für einige Jahre nach Süd- und Südostasien. Dort trat er 1976 für sechs Monate in ein buddhistisches Kloster ein (traditionell initiiert in pabbaja, die »Heimatlosigkeit«) und wurde 1977 Schüler von Osho, der ihm den buddhistischen Namen Sugata gab.

Wolf Schneider
Photo in hoher Auflösung
Photo: Aniela Adams
1978 zurück in Europa lebte Wolf Schneider in verschiedenen spirituellen Gemeinschaften. 1980 gründete er im Fränkischen die Gemeinschaft des Divya Ashram. Der Platz wurde später zu einem buddhistischen Tempel mit dem Tibeter und Tibetologen Dagyab Kyabgön Rinpoche als Lehrer. 1979-81 unternahm Wolf bei Veeresh (Humaniversity, Holland) die Ausbildung zum Körpertherapeuten und Seminarleiter. Es folgten Aufenthalte in spirituellen Gemeinschaften in Deutschland, Holland, Italien und den USA, in denen er als Handwerker, Therapeut und Meditationsleiter arbeitete. Seinen Lebensunterhalt verdiente Wolf Schneider in diesen Jahren v.a. als Taxifahrer in München.
Aus »Spaß an der Freud« gründete er 1985 dort die Zeitschrift connection, die er seitdem herausgibt, heute als connection spirit, mit den Sonderheftreihen connection special und connection extra. Die Zeitschrift nennt sich »Magazin für den intelligenten Erwachsenen« auf der Suche nach dem Wesentlichen. Sie vertritt eine aufgeklärte, transpersonale und transkulturelle Mystik und versteht sich als Vorreiter einer neuen Lebenskunst, die Spiritualität, Ökologie, Religion sowie eine sinnliche, diesseitige Lebenslust miteinander verbindet.
Wolf Schneider ist ein kritischer, sprachbewusster Beobachter aller kulturellen Phänomene, auch des Religiösen. So erkennt er auch in Spiritualität und Religion neben dem Inneren, kaum Sagbaren, das Äußere, Theatralische, ebenso wie in der Politik. Das eigentlich Spirituelle oder Mystische besteht in seinen Augen darin, entsprechend der buddhistischen These des Anatta auch die persönliche Identität als etwas Inszeniertes zu betrachten. Als Folge davon geht es ihm darum, »den authentischen, wesentlichen Kern des Menschseins aufzudecken in seinen vielfältigen Äußerungen in Kunst, Wissenschaft
und Religion, egal unter welchen Überschriften er sich zeigt« – und davon in der Zeitschrift connection zu berichten.
Nachdem Wolf Schneider seit 1989 Praktikanten ausbildet und 1999 von der IHK autorisiert wurde, Verlagskaufleute auszubilden, gründete er 2005 im oberbayerischen Niedertaufkirchen die »Schule der Kommunikation« und wandelte 2007/08 mit Unterstützung seiner Leser und Investoren den Verlag in eine Kleine AG um. Wolf Schneiders Weg als unternehmerischer Autodidakt ohne Startkapital in den Gewässern
des sich globalisierenden Kapitalismus führte durch viele Turbulenzen, doch sein Optimismus und seine Offenheit trugen ihm immer viel Unterstützung zu, mit deren Hilfe er die Krisen bewältigen konnte. Seminarhaus und Verlag gehören heute der Connection AG und sind somit in den Händen wohlwollender Besitzer, der Aktionäre, die das Projekt zum Teil großen Teil seit vielen Jahren tatkräftig unterstützen.